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Mick Premium-Mitglied

Anmeldungsdatum: 08.02.2004 Beiträge: 2609
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Verfasst am: 05.09.2006, 08:28 • Titel: Menschenrechtler kritisieren Umgang mit Serben in Kroatien |
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BRÜSSEL - Menschenrechtler haben den Umgang mit serbischen Flüchtlingen in Kroatien kritisiert. Nach Kroatien zurückkehrende Serben stiessen in dem EU-Kandidatenland auf zahlreiche Probleme, erklärte Human Rights Watch.
In einem am Dienstag in Brüssel veröffentlichten Bericht kritisierte die Organisation, die Rückkehrer würden Opfer von Gewalt und Einschüchterungen, verlören Wohnrechte und hätten nur begrenzten Zugang zu Jobs im öffentlichen Dienst.
Wenn Kroatien der Europäischen Union beitreten wolle, müsse sich die Regierung ernsthafter um eine Verbesserung der Lage dieser Bevölkerungsgruppe bemühen, erklärte Human Rights Watch. Während des Krieges in den Jahren 1991 bis 1995 seien 350 000 ethnische Serben aus ihren Häusern in Kroatien geflüchtet.
Die kroatische Regierung habe 120 000 Rückkehrer gezählt, doch liege diese Zahl sicherlich niedriger. Viele Serben blieben wegen der schlechten Lebensbedingungen nur kurz im Land und gingen nach Serbien oder Bosnien und Herzegowina zurück.
sda _________________ Wenn Eishockey einfach wäre, würde es Fußball heißen. |
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Filip Forum-Administrator

Anmeldungsdatum: 29.09.2003 Beiträge: 7543
Wohnort: München-Porec
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wolfgangt Stammgast

Anmeldungsdatum: 15.01.2006 Beiträge: 145
Wohnort: löhnberg
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Verfasst am: 05.09.2006, 22:32 • Titel: |
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Wo waren diese Menschenrechtler als in Srebrenica und Bihac die Massaker verübt worden sind?
Wo waren diese Menschenrechtler als der Beschuß von Vukovar lief?
Wo waren diese Menschenrechtler als Kroaten in ihrem eigenen Land vertrieben worden sind?
Man muß nur die richtige Lobby haben. Aber dieses Thema hatten wir schon öfters und diese Sesselpupser kennen sich ja aus. |
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Udo Häufiger Stammgast

Anmeldungsdatum: 06.08.2004 Beiträge: 205
Wohnort: Weyhe b. Bremen
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Verfasst am: 05.09.2006, 23:32 • Titel: |
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OK, nun möchte ich als Außenstehender und Nichtkompetenter auch etwas dazu sagen und die vorigen Fragen mutmaßlich beantworten
Die Verbrechen durch serbische Täter (nicht durch das serbische Volk, das geht ja gar nicht) wurden weltweit von Menschenrechtsorganisationen scharf verurteilt. Das Massaker von Srebrenica wurde durch eine völlig unfähige EU-Truppe begünstigt, hier hat sich der Westen einen großen Schandfleck in der ach so reinen Gutmenschen-Weste geleistet.
Die meisten serbischen Bewohner, die aus ihrer jahrhundertealten angestammten Heimat, die im heutige Kroatien liegt, im Zuge der "Rückeroberung" vertrieben wurden, tragen an den Verbrechen keine Schuld.
Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, daß Mostar von umliegenden Bergen durch kroatische Artillerie tyrannisiert und die berühmte Neretva-Brück von Kroaten zerstört wurde.
Jeder kann sich selbst seine Gedanken hierzu z.B. im Vergleich zu Dubrovnik machen...
Ich bin in diesen Konflikten immer irgendiwe hin und her gerissen und man kann eigentlich für niemanden Partei ergreifen. Peter Scholl-Latour hat in seinem Buch "Der Fluch des neuen Jahrtausends" zu den Konflikten im südslawischen Raum treffend gesagt, hier gibt es kein Gut oder Böse, sondern nur Starke und Schwache.
Mal sind die Schwachen die albanischen Bewohner eines Dorfes, die durch serbische Paramilitärs drangsaliert oder gar ermordet werden. Dann sind es unter anderen Vorzeichen serbische Bauern, denen durch albanische "Rebellen" das gleiche widerfährt. Wer unschuldig ist, werfe den ersten Stein.
Unrecht muß immer als Solches angesprochen werden und kann nicht durch anderes Unrecht aufgerechnet werden.
Im Übrigen möchte ich noch auf die Entwicklung Deutschlands nach dem letzten Kriege und speziell auf die Beziehungen zu seinen Nachbarn verweisen. Trotz des Unheils, welches von unseren Vorvätern über fast ganz Europa gebracht wurde, ist Deutschland heute ein geachtetes Mitglied
der EU und UNO. Ich wünsche mir ausdrücklich für alle beteiligten Parteien des zerfallenen Jugoslawien eine Normalisierung. Begangenes Unrecht kann und darf nicht auf dem Rücken Unschuldiger ausgetragen werden, egal ob Kroaten, Serben, Bosniaken, Slowenen usw.
Noch ein privater Nachsatz: Seit vielen Jahren mache ich mit meiner Familie Urlaub in slawischen Ländern. Nicht speziell, sondern weil es sich einfach so ergeben hat (u.a. Bulgarien, CSSR bzw. Tschechische Republik, Polen). Fast immer wurden wir freundlich empfangen, obwohl oder weil wir Deutsche sind. Vielleicht lag und liegt es auch daran, daß wir unseren Gastgebern mit Höflichkeit und Respekt gegenübergetreten sind. Darunter auch Angehörige eines Volkes, welche meinen Vorfahren schweres Unrecht zugefügt haben. Kann die heutige Generation etwas dafür? Ich denke nicht. Ich bin kein Christ, aber gehört Vergebung nicht zu den christlichen Grundtugenden?
In diesem Sinne, gute Nacht und lebhaftes Weiterdiskutieren. _________________ Gruß Udo |
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