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wallbergler Premium-Mitglied

Anmeldungsdatum: 22.08.2006 Beiträge: 1170
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Verfasst am: 15.03.2008, 11:02 • Titel: Ein frohes und liebes Osterfest wünsch ich euch |
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Hallo liebe Forianerinnen und Forianer,
da ich weiß, dass einige nächste Woche schon verreisen, darf ich euch hier ein kleines aufschlussreiches Gedicht nahe bringen, das durchaus Wiedererkennungswert besitzt. Und Zeit zum Lesen bis Ostern ist ja noch reichlich.
Vorher wünsche ich ein wunderschönes erlebnisreiches Osterfest verbunden mit einem erfolgreichem Eiersuchen.
Ostermärchen von Hans Christian Andersen
Es waren einmal zwei Preise ausgesetzt, ein kleiner und ein großer Preis, für die größte Schnelligkeit, nicht in einem Lauf, sondern für die Schnelligkeit überhaupt das ganze Jahr hindurch.
»Ich bekam den ersten Preis!« sagte der Hase. »Gerechtigkeit muss schließlich sein, wenn Verwandte und gute Freunde im Preisgericht sitzen. Dass aber die Schnecke den zweiten Preis erhielt, finde ich fast beleidigend für mich!«
»Nein«, versicherte der Zaunpfahl, der bei der Preisverteilung Zeuge gewesen war, »es muss auch Rücksicht auf Fleiß und guten Willen genommen werden. Das wurde von mehreren achtbaren Leuten gesagt, und das meine ich auch. Die Schnecke hat freilich ein halbes Jahr gebraucht, um über die Türschwelle zu kommen, und dabei hat sie sich auch noch verletzt, denn sie hat sich das Schlüsselbein gebrochen, weil sie sich so beeilt hat. Sie hat ganz und gar für ihren Lauf gelebt, und sie lief mit ihrem Haus auf dem Rücken! Alles das ist sehr lobenswert. Deshalb bekam sie auch den zweiten Preis!«
»Mich hätte man doch auch berücksichtigen können!« sagte die Schwalbe. »Ich meine, dass niemand sich schneller als ich im Flug und Schwung gezeigt hat, und wo ich nicht überall gewesen bin, weit, weit fort.« »Ja, das ist eben Ihr Unglück!« sagte der Zaunpfahl. »Sie reisen zuviel umher! Immer müssen Sie unterwegs sein, ins Ausland reisen, wenn es hier zu frieren beginnt. Sie haben keine Vaterlandsliebe! Sie können nicht für einen Preis in Frage kommen!«»Aber wenn ich den ganzen Winter drüben im Moor läge«, erwiderte die Schwalbe, »wenn ich die ganze Zeit schliefe, würde ich dann für einen Preis in Frage kommen können?«
»Besorgen Sie sich eine Bescheinigung von der alten Moorfrau, dass Sie die Hälfte der Zeit im Vaterland verschlafen haben, dann sollen auch Sie berücksichtigt werden.«
»Ich hätte eigentlich den ersten Preis und nicht den zweiten verdient!« sagte die Schnecke. »Ich weiß ganz genau, dass der Hase nur aus Feigheit gelaufen ist, denn jedes mal wenn er Gefahr witterte, lief er los. Ich dagegen habe mein Laufen zu einer Lebensaufgabe gemacht und bin im Dienst zum Krüppel geworden! Wenn überhaupt jemand den ersten Preis bekommen soll, dann müsste ich es sein. Aber ich verstehe mich nicht aufs Angehen und Aufschneiden. ich verachte dies vielmehr!«
Ich werde mit meinem Wort bezeugen können, dass ich mich bei der Preisabstimmung um größtmögliche Gerechtigkeit bemüht habe, sagte der alte Grenzpfahl im Wald, der Mitglied des Schiedsgerichtes war.
Ich gehe stets mit Überlegung und Berechnung vor. Siebenmal habe ich früher schon die Ehre gehabt, bei der Preisverteilung mit abzustimmen, aber erst heute habe ich meinen Willen durchgesetzt. Ich bin immer nach dem Alphabet vorgegangen: Zum ersten Preis gelangte ich von vorne im Alphabet, zum zweiten von hinten. Passen Sie auf, ich will Ihnen zeigen, wie man von vorne anfängt: Der achte Buchstabe nach A ist H, da haben wir den Hasen, und deshalb teilte ich dem Hasen den ersten Preis zu; der achte Buchstabe von hinten gezählt ist S, und deshalb erhielt die Schnecke den zweiten Preis. Das nächste Mal wird I für den ersten und R für den zweiten Preis an der Reihe sein! Es muss schließlich immer Ordnung in allen Dingen herrschen. Man muss einen bestimmten Anhaltspunkt haben!«
 
Mit festlichen Grüßen
euer wallbergler
_________________ Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht.
(Fritz Grünbaum) |
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Anmeldungsdatum: 28.08.2005 Beiträge: 508
Wohnort: Oberpfalz
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Verfasst am: 16.03.2008, 12:01 • Titel: |
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Es ist noch eine Woche bis Ostern, machen wir es doch wie im Advent und schreiben jeden Tag eine Geschichte oder ein Gedicht!
Da ich am Freitag in urlaub fahre, mach ich gleich mit einem Gedicht weiter.
Osterspaziergang
( Johann Wolfgang von Goethe )
Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick;
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in raue Berge zurück.
Von dorther sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur;
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlt's im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen
Nach der Stadt zurück zu sehen.
Aus dem hohlen finstern Tor
Dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heut so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
Denn sie sind selber auferstanden,
Aus niedriger Häuser dumpfer Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus der Straßen quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle ans Licht gebracht.
Sieg nur, sieh! wie behend sich die Menge
Durch die Gärten und Felder zerschlägt,
Wie der Fuß in Breit' und Länge,
So manchen lustigen Nachen bewegt,
Und bis zum Sinken überladen
Entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
Blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfes Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein
Ich wünsche allen ein frohes Osterfest!
Helga
_________________ Brave Mädchen kommen in den Himmel, Böse Überall hin! … und da ich schon immer sehr reiselustig war… |
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wallbergler Premium-Mitglied

Anmeldungsdatum: 22.08.2006 Beiträge: 1170
Wohnort: Höhenkirchen-Siegertsbrunn
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Verfasst am: 17.03.2008, 22:04 • Titel: |
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Hallo Hero,
viele die schon real und auch innerlich im lang ersehnten Osterurlaub sind, haben bestimmt auch deinen Klassiker noch gelesen und sich daran erfreut.
Es waren von uns sicher gutgemeinte, aber vielleicht zu wortreiche Ostergrüße und es wurde offenkundig angedacht, dass Gedichte mehr den nachdenklichen, stillen Monaten vorbehalten bleiben .
Und da Ostern ein Freudenfest ist, sind gewiss noch einige freudestrahlende und beschwingte festliche Grüße zu erwarten.
in frühlingsgemäßer Aufbruchstimmung und einen schönen Urlaub wünschend
wallbergler
_________________ Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht.
(Fritz Grünbaum)
Zuletzt bearbeitet von wallbergler am 18.03.2008, 01:05, insgesamt einmal bearbeitet |
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BärnieBärchen Forum-Guide

Anmeldungsdatum: 12.02.2007 Beiträge: 1615
Wohnort: Bremerhaven
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Verfasst am: 18.03.2008, 00:05 • Titel: |
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| Zitat: |
Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick... |
Ach Helga,
was habe ich dieses Gedicht vom ollen Goethe in der Schule verflucht!!!
Dieses Versmaß, es graut mir noch heute.
Aber heute finde ich es schön, allemal!
Gruß Bernd
_________________ Hasta la Vista, BB!
Alkohol ist keine Lösung, sondern ein Destillat! |
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Malin Moderator/in

Anmeldungsdatum: 14.03.2005 Beiträge: 2753
Wohnort: Straubing
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Verfasst am: 18.03.2008, 00:58 • Titel: |
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"Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick; " tja erzählt das mal dem Frühling dieses Jahr Ich hoffe, dass die Wettervorhersagen ein vorgezogener Aprilscherz sind
Ostergrüße gibts von mir am Wochenende
Gruß Michael
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ICTUS Moderator/in

Anmeldungsdatum: 06.12.2005 Beiträge: 1358
Wohnort: RLP / Valalta(Rovinj)
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Verfasst am: 18.03.2008, 10:36 • Titel: |
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da müßt ihr jetzt durch :
Ostern
kinder bunte eier suchen
eltern schauen lachend zu
herrlich schmeckt der hefekuchen
doch wir gehören nicht dazu
kinder - die sind aus dem haus
und in alle welt zersteut
sonst macht uns das wenig aus
doch manchmal schmerzt's , grad so wie heut
es waren wunderbare zeiten
als kinderlachen füllte alle zimmer
zu schnell liess man die jahre gleiten
und diese stille , sie wird schlimmer
die ruh' , die man so sehr ersehnte
ist bisweilen arg erdrückend
ein johlen von denen, die man so verwöhnte
ui, wie wär das jetzt erquickend !
frau , pack unsere sachen ein
und mach ein fröhliches gesicht !
lass ostern uns in istrien sein
da stört uns diese stille nicht
wir werden dort den wellen lauschen
und mit freunden roten trinken
vielleicht hör'n wir aus dem rauschen
ob uns bald schon enkel winken
ICTUS 04/2007
_________________ Gruss
ICTUS
Ist es bedenklich, wenn im Park ein Goethe-Denkmal durch die Bäume schillert?
.. pst ! die monatlichen "küchenreime" von ictus immer auf der nickpage - kreatives
Zuletzt bearbeitet von ICTUS am 18.03.2008, 11:02, insgesamt einmal bearbeitet |
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ELMA Moderator/in

Anmeldungsdatum: 09.04.2005 Beiträge: 1407
Wohnort: Landkreis Rosenheim
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Verfasst am: 18.03.2008, 10:36 • Titel: |
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Hallo Helmut!
Danke für Deine nachdenklich - hintergründige .....aber köstliche Geschichte.
Diese Art der Argumention und Begründung von Entscheidungen muss ich mir merken!
Schöne Ostern!
Gruß,
Elke
_________________ Kennst Du unseren Reiseführer ? Mach auch mit!
Nur auf das Ziel zu sehen, verdirbt die Lust am Reisen
( Friedrich Rückert) |
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Snoopy Forum-Guide

Anmeldungsdatum: 29.05.2006 Beiträge: 2998
Wohnort: Willich
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Verfasst am: 20.03.2008, 13:14 • Titel: |
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Hallo zusammen,
auch , wenn ich kein Ostergedicht beisteuern kann, wünsche , ich euch Allen ein schönes, und , wenn möglich schneefreies, Osterfest.
_________________ So long
Conny
"Wir leben alle unter dem selben Himmel, aber wir haben nicht alle den selben Horizont"
Konrad Adenauer
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