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käptnblaubär Beliebter Stammgast

Anmeldungsdatum: 04.05.2004 Beiträge: 647
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Verfasst am: 09.06.2008, 14:39 • Titel: Der Nächste bitte ! ! ! |
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Wer hat noch nicht (keine) wer will noch
Ich glaub, ich kümmere mich mal langsam um ein Auto mit deutlich größerer Windschutzscheibe. Oder hat jemand noch eine gute Idee wie ich durch die bald völlig zugepflasterte Scheibe durchsehen kann?
Eine Fahrt durch Montenegro wird schon bald teurer. Das osteuropäische Land will zum 15. Juni eine Öko-Steuer einführen, die für alle Fahrzeuge entrichtet werden muss und deren Erlös Umweltprojekten zugute kommen soll. Die Abgabe fällt auch für Touristen an, die lediglich durch Montenegro durchfahren. Sie bezahlen die Maut an den Grenzübergängen und bekommen dafür eine Vignette, die auf die Windschutzscheibe geklebt werden muss. Die Vignette ist ein Jahr lang gültig. Kurzzeit-Versionen gibt es zunächst nicht.
Fahrer von Pkw, Minibussen (bis max. 9 Sitze), Motorrädern und Wohnmobilen (bis 5 t) bezahlen 10 Euro. Die Vignetten-Preise für Busse, Lkw und andere schwere Fahrzeuge liegen zwischen 30 und 150 Euro. _________________ Gruß von Jürgen |
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ELMA Moderator/in

Anmeldungsdatum: 09.04.2005 Beiträge: 1944
Wohnort: Landkreis Rosenheim
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Verfasst am: 09.06.2008, 16:05 • Titel: |
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Dazu ein wenig Hintergundinformation!!
Camper sind in Montenegro nicht mehr willkommen
in der Neuen Zürcher Zeitung v. 28.5.08, Bund International, Seite 7 stand ein längerer Artikel zur Entwicklung des Tourismus in Montenegro
NZZ Online: http://www.nzz.ch
Copyright (c) Neue Zürcher Zeitung AG
Dort wird der Minister Predrag Nenezic zitiert.
«Die Zeit der Auto-Camps ist definitiv vorbei», sagt er.
Man setzt auf sog. Qualitätstourismus. ( Sichtbar wird diese Art von Tourismus jetzt schon am Ausverkauf der Küste an ausländische, vor allem russische und ukrainische Investoren, die riesige 5 Sterne Hotels - z.B. Hotel Splendid in Becici bei Budva – für zahlungkräftige Urlauber hinstellen)
Dabei hat er offensichtlich eine völlig einseitige Vorstellung von Camping und denkt vor allem an die Zeit, in der Tausende Fremde mit Lebensmitteln prallgefüllten Auto ankamen, im Zelt übernachteten und nach zwei Wochen Ferien, ohne viel Geld liegengelassen zu haben, wieder verschwanden.
Das war die Zeit der der sechziger, siebziger und achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts, als die Adriaküste für unzählige Besucher aus dem Norden und dem sozialistischen Osten zum Traumziel geworden war.
Das gehe nicht länger so, sagt der Minister, und zwar aus Gründen des Umweltschutzes.
Was er damit meint, ist unklar.
Wer kommt, soll zahlen. Ab Sommer 2008 soll für Besucher mit ausländischen Kennzeichen eine Ökosteuer (=„Eintrittsgebühr“) verlangt werden, für Gespanne ist an die 50 Euro gedacht.
Verärgert über die Massnahme dürften vor allem Besucher aus Serbien und Kosovo sein, von denen sich viele Ferien am Meer überhaupt nur in Montenegro leisten können
Ob diese Einstellung auf Dauer haltbar ist?
Ich denke der Minister sollte mal ins Nachbarland Kroatien schauen, wo der Campingbereich in den letzten Jahren ein riesigen Qualitätssprung gemacht hat und sicher einen bedeutenden Wirschaftszweig für die Regionen darstellt.
Wir werden dieses Jahr nochmals mit dem Wohnmobil nach Montenegro fahren, vielleicht zum letzten Mal.
Mal sehen, ob wir willkommen sind.
ELMA _________________ Campingplätze im Reiseführer
Süddalmatien im Forum
Nur auf das Ziel zu sehen, verdirbt die Lust am Reisen
( Friedrich Rückert) |
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Franto Beliebter Stammgast

Anmeldungsdatum: 27.03.2006 Beiträge: 751
Wohnort: A 1130
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Verfasst am: 10.06.2008, 11:37 • Titel: |
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| ELMA hat folgendes geschrieben: |
Ich denke der Minister sollte mal ins Nachbarland Kroatien schauen, wo der Campingbereich in den letzten Jahren ein riesigen Qualitätssprung gemacht hat und sicher einen bedeutenden Wirschaftszweig für die Regionen darstellt.
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Da bist du aber falsch informiert! Auch in Kroatien, speziell Istrien, geht die Tendenz genau in die gegengesetzte Richtung: Auch dort will man den "billigen" und weitgehend der Besteuerung entgehenden Campingtourismus zugunsten höherwertigen und mehr Beschäftigung induzierenden Hoteltourismus zurück drängen.
Die Übernahme von immer mehr Campingplätzen durch die großen Tourismusunternehmen und Erhöhung der Preise auf den CP ist dazu ein probates Mittel. Wozu auch investieren die Hotelgruppen Hunderte Millionen Euro in die Renovierung der alten Bettenburgen, zahlen Kommunalsteuern - und an den "schönsten Plätzen" campen billig die Touristen?
Ich hatte das hier schon vor zwei Jahren - aus Gesprächen mit mehreren "Entscheidungsträgern" in Istrien näher ausgeführt: Gerade angesichts steigender Kraftstoffpreise und bald auch höherer Flugtarife nimmt der Druck auf den "Meeresurlaub" in kurzer Distanz vom Einzugsgebiet - das für Istrien mit etwa 20 bis 30 Millionen "zahlungsfährigen" Einwohnern (A und B-Schicht) aus Norditalien (!), der Schweiz, dem südlichen Deutschland, Österreich, | | |