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Huberlinger36 Häufiger Stammgast

Anmeldungsdatum: 01.09.2005 Beiträge: 383
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Verfasst am: 18.06.2008, 01:55 • Titel: Kamenjak ist Natur pur! Schon immer? |
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Am 16. Mai 2008 unternahm ich mit der besten aller Ehefrauen einen Tagesausflug zum Kap Kamenjak.
An der Einfahrt (es gibt deren zwei) zahlten wir 20 Kuna ''Maut''.
Als Gegenleistung gab es zusätzlich einen Müllbeutel und einen bebilderten Prospekt.
Im Prospekt der Verwaltung der ''Bedeutenden Landschaft Donji Kamenjak'' steht:
''Eine der schönsten Landschaften der näheren Umgebung Pulas, aber auch an der ganzen Adria, ist die äußerste Spitze Istriens, des südlichsten und des zum Meer gerichteten Teiles der istrischen Halbinsel des Kap Kamenjak.
Wenn man das Kap Kamenjak besucht, ist man von der Harmonie und der wahren Symphonie von Farben, Formen, Gerüchen und Geräuschen des Meeres und des Windes, der Wärme der Sonne und der reichen UNBERÜHRTEN Natur überrascht.''
Das ist eine sehr schöne und weitgehend zutreffende Beschreibung.
Die Wege sind naturbelassen und entsprechend holperig und staubig.
Manche sind auch auf einfache Weise gesperrt
Man konnte interessante Pflanzen zu sehen.
Und auch hübsche Schmetterlinge gab es
Wir hielten oft an und stöberten zu Fuß in der schönen Landschaft herum. Lästig war, dass gelegentlich Autofahrer ihr Können demonstrierten, indem sie gewaltige Staubwolken erzeugten.
Ein muskelkraftgetriebenes Karussel neben der ''Bambus-Bar''
Durch dieses abgesperrte Loch konnte man in die Tiefe blicken und unten das Meer sehen.
Ein rustikales Gefährt
Ein schönes Plätzchen auf dem Wasser
Doch es gibt auch eine andere, selten erwähnte Seite des Kamenjak. Nämlich eine ehemals militärische.
In einer Senke ein von Feigenbäumen umwachsener Betonkasten
Ein kleinerer Erdbunker
Ein relativ großer Bunker, freundlich grün angestrichen
Die Freitreppe nach oben
Von oben bietet sich ein herrlicher Rundblick
Ein kleines Picknick schloss den Ausflug ab, bevor wir zufrieden zurück nach Medulin fuhren.
Die besichtigten militärischen Überbleibsel beschäftigten mich noch länger. Völlig UNBERÜHRT ist die Natur auf Kamenjak dadurch ja eigentlich nicht.
Betrachtet man in Google Earth das Kap, so bemerkt man im Boden eigenartige Strukturen.
Ich habe keine Ahnung, wie alt die Ansicht in Google Earth ist. Offensichtlich nicht aktuell. Aber als die Luft-bzw.-Satelitenaufnahen gemacht wurden, sah es dort ganz anders aus. Vermutlich haben auf Kamenjak Manöver stattgefunden. Oder das Kap war zu Verteidigungszwecken hergerichtet.
Bestimmt gibt es davon noch mehr bauliche Überbleibsel, die einfach zugeschüttet wurden. Oder die üppige Natur hat sie mitleidig überwuchert und dadurch ''getarnt''.
Es wäre meiner Ansicht nach richtig, wenn man im Prospekt und auf den vorhandenen Info-Tafeln auch darüber aufgeklärt würde. Gab es gar Altlasten, wie auf anderen ehemaligen Truppenübungsplätzen auch, die aufwändig beseitigt werden mussten?
Ich habe leider nichts Konkretes herausfinden können. Dabei könnten die Verantwortlichen doch stolz darauf sein, wenn aus Militärgelände ein Naturpark entstanden ist. Vielleicht gibt es einen einheimischen Fori, der etwas zur Aufklärung beitragen kann....
Gute Nacht,
Huberlinger36 _________________ Alt ist, wer den Mut verliert und sich für nichts mehr interessiert |
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Raimunde Premium-Mitglied

Anmeldungsdatum: 06.04.2004 Beiträge: 1025
Wohnort: 4020 Linz
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Verfasst am: 18.06.2008, 07:20 • Titel: |
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Während der österr. K+K Zeit war Kamenjak ein Militärischer Beobachtungsposten zur Sicherung von PULAs Kriegshafen - während des ersten Weltkrieges ein wichtiger Vorposten (gegen die Italiener). so gehört von EInheimischen in Liznjan.
Liebe Grüße von Raimunde _________________ Liznjan - mein Traum! |
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Gismohamm Forum-Guide

Anmeldungsdatum: 02.11.2005 Beiträge: 1134
Wohnort: 59073 Hamm
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Verfasst am: 18.06.2008, 07:29 • Titel: |
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Hallo Huberlinger
schöner Bericht.
Ich bin am 14.05.08 am Kap gewesen, sogar an den gleichen Stellen. _________________ Gruß
Burghardt |
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Eliane Moderator/in

Anmeldungsdatum: 28.07.2005 Beiträge: 269
Wohnort: Rheinland-Pfalz
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Verfasst am: 18.06.2008, 08:16 • Titel: |
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Hallo Foris,
Lutz war ca. vor 32 Jahren zum 1. Mal auf dem Kap. Wir haben gerade letztens mal wieder Dias angeschaut. Auf dem Kap wurden tatsächlich häufig Militärübungen dürchgeführt und zwar mit scharfer Munition. Die Besucher wurden mehr oder weniger barsch darauf hingewiesen, dass an dem Ort wo sie sich für die nächsten Stunden häuslich nierdergelassen hatten in einer halben Stde. scharf geschossen wird. Etwas skurril ist dabei für mich die Vorstellung, wie die Badenden, meist ohne Schwimmdress, einem Soldaten in voller Montur und Bewaffnung gegenüber stehen. Oft war auch das ganze Kap gesperrt, für Übungen mit Panzer und sonstigem schweren Gerät. Üblich waren auch mehrmals täglich Besuche zu Wasser mit bewaffneten Patrouillen- bzw. Schnellbooten - nicht gerade klein. Auch die einsame Mig, die jetzt oft noch am Kap Ihre Kreise zieht, war früher absolut nicht allein. Oft wurde er in aller Herrgottsfrühe durch Tiefflieger, die über das Camp Stupice düsten, geweckt.
Uns ist ausserdem aufgefallen, dass das Kap eher spärlichen Pflanzenbewuchs hatte. Sehr karg, kaum Pinien und wenig von den bodendeckenden, blühenden Pflanzen. Die heutige Vegetation ist geradezu üppig gegen früher. Eine Erklärung direkt dafür haben wir nicht. Wir vermuten, dass einmal militärische Gründe - jeder Baum muss weg zwecks Weitblick und so - und zu Zweiten auch eine Klimaveränderung die Ursache sind. Damals hatte es oft monatelang keinen Tropfen geregnet. Die Camps wurden mit Wasser aus Tankwagen beliefert und oft gab es nur zu bestimmten Uhrzeiten fliessendes Wasser aus der Leitung.
Vielleicht kann ja noch ein Forianer von früheren Zeiten berichten.
Gruss Eliane _________________ aktiver Tierschutz in Deutschland und Kroatien > www.urlaubspfoten.de |
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wallbergler Premium-Mitglied

Anmeldungsdatum: 22.08.2006 Beiträge: 1426
Wohnort: Höhenkirchen-Siegertsbrunn
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Verfasst am: 18.06.2008, 12:45 • Titel: |
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Hallo Huberlinger ,
Gott sei Dank hast du die Bilder von Kamenjak nicht eingestampft!!!
Man sieht dabei schon, was allein die 2 Wochen später ausmachen. z.B. die von dir fotografierte Orchideenart. Pralle Farben noch. Im Übrigen wunderbare Bilder mit leuchtenden Farben . Herrlich . Vielen Dank
wallbergler _________________ Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht.
(Fritz Grünbaum) |
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