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Huberlinger36 Häufiger Stammgast

Anmeldungsdatum: 01.09.2005 Beiträge: 418
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Verfasst am: 23.06.2008, 22:39 • Titel: In und um PULA-Teil03 > Der Hauptfriedhof in Pula |
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Frauen sind rätselhafte Wesen! Mit der meinigen lebe ich 48 Jahre zusammen. Aber ich habe noch immer keine Ahnung, warum wir an keinen Friedhof vorbeifahren / vorbeigehen können, ohne ihn eingehend zu besichtigen. Und das schon seit Jahrzehnten!
Daher ist es ein ehernes Gesetz, dass bei jedem Aufenthalt in Medulin oder Fazana (also zweimal jährlich) u. a. auch der Hauptfriedhof in Pula heimgesucht wird.
Zu finden ist er ganz leicht: An der Umgehungstraße gegenüber Pevec / Getro den Berg hochfahren, die erste Straße rechts einbiegen, auf der neu asphaltierten Straße durch den Wald fahren und schon landet man genau am Friedhof. Parkplatz ist reichlich vorhanden. Auch in der Hauptreisezeit. Man kann von da aus auch weiter nach unten in die Innenstadt gehen. Runter geht es prima. Später den Berg wieder hoch ist es etwas beschwerlicher.
Der Eingangsbereich
Eine gewaltige steinerne Plastik auf dem Vorplatz
Im Friedhof selbst, wie fast überall auf der Welt, erhebliche Klassenunterschiede.
Gräber bzw. Grüfte für etwas betuchte Menschen
Und solche für reichlich betuchte Bürger, deren Hinterbliebene tief in die Taschen gegriffen haben. Oder ein üppiges Erbe vorfanden. Zum Teil richtig komfortable ''Eigentumswohnungen''. Leider ohne Fenster, so dass sich bei mir der Einzugswunsch in Grenzen hält.
In einer ''besseren Wohngegend'' findet man auch eine Grabstätte mit 26 Opfern des Explosionsunglückes vom 18. August 1946 in Pula Vergarola.
Durch explodierende Seeminen kamen damals mindestens 65 Menschen (darunter viele Kinder ) ums Leben. Wer sich näher informieren möchte, kann mit der Suchfunktion unter ''Vergarola'' mehr finden.
Für ärmerere Verstorbene gibt es mehrere Abteilungen mit einfachen Erdgräbern
[img]http://photoforum.istria.info/data/media/282/16_5984.jpg--
Und dann gibt es noch eine platzsparende Errungenschaft. Man könnte es respektlos als ''Bestattungsschliessfächer'' bezeichnen.
Es gibt anscheinend zwei Bauarten. Kleine Boxen, in die nur Urnen passen. Andere sind ca. 2 Meter tief, so dass schmal gebaute Särge hineinpassen könnten. Das will mir nicht ganz in den Kopf gehen, wurde aber von kroatischen Bekannten bestätigt. Nur wo landen dann die Gebeine, wenn die ''Mietzeit'' abgelaufen ist? Völlige Zersetzung kann ich mir nicht vorstellen. Landen die Reste etwa hier?
Oder welchen Sinn haben die verschliessbaren Metalldeckel auf dem unterirdischen Gelass. Ist das eine Sammelgruft für die Reste an Gebeinen?
Vielleicht kennt sich ein Fori besser aus und berichtet darüber.
Zum Schluss noch ein Hinweis, der vielleicht einmal für irgendwen von Nutzen sein könnte: Im Eingangsgebäude rechts befinden sich erstklassige öffentliche Toiletten. Und die sind auch noch kostenlos...
Gute Nacht wünscht
Huberlinger36
Fortsetzung folgt. _________________ Alt ist, wer den Mut verliert und sich für nichts mehr interessiert
Zuletzt bearbeitet von Huberlinger36 am 23.06.2008, 22:55, insgesamt einmal bearbeitet |
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Huberlinger36 Häufiger Stammgast

Anmeldungsdatum: 01.09.2005 Beiträge: 418
Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: 23.06.2008, 22:41 • Titel: |
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Der Upload ging rasend schnell, dauerte nur paar Sekunden. Nix Serverproblem...
Huberlinger36 _________________ Alt ist, wer den Mut verliert und sich für nichts mehr interessiert |
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claus-juergen Häufiger Stammgast

Anmeldungsdatum: 08.04.2008 Beiträge: 211
Wohnort: Langerringen
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Verfasst am: 24.06.2008, 14:44 • Titel: |
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hallo huberlinger,
nachdem du anscheinend geschichtliches interesse und auch entsprechende kenntnisse hast, frage ich auf diesem weg, ob du mir, als häufig in liznjan urlaubender 2 fragen beantworten kannst:
an liznjans küste befindet sich eine alte mole am ausgang der kuje-bucht. angeblich sei diese vor ca 100 jahren errichtet worden, weil der alte kaiser franz-josef hier mit dem schiff angelandet ist um eine "bekannte" in liznjan zu besuchen. die strasse vom kriegshafen pola sei sehr schlecht gewesen. stimmt das?
im ersten weltkrieg sei vor liznjans küste ein österreichisches oder italienisches kriegsschiff durch feindeinwirkung gesunken. hast du hierzu nähere kenntnisse?
vielleicht kann mir auch ein anderer fori näheres hierzu sagen. vielen dank!!!
grüsse
jürgen - noch 3 1/3 wochen bis zum urlaub  _________________ "Mangelnde Bildung kann man durch Takt ersetzen, aber niemals mangelnden Takt durch Bildung" (Erich Limpach - deutscher Lyriker) |
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Huberlinger36 Häufiger Stammgast

Anmeldungsdatum: 01.09.2005 Beiträge: 418
Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: 24.06.2008, 16:07 • Titel: |
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Die größte Schiffsunglück im I. Weltkrieg vor Istriens Küste war der Untergang der ''Baron Gautsch''.
Den besten Bericht darüber findet man unter
http://www.harald-geiger.de/tauchen/wrackbarongautsch.htm .
Eventuell musst Du den Link herauskopieren und in Deinem Browser neu eingeben.
Speziell über Liznjan ist mir in dieser Hinsicht nichts bekannt. Aber dazu meldet sich bestimmt noch ein Eingeweihter...
MfG. Huberlinger36 _________________ Alt ist, wer den Mut verliert und sich für nichts mehr interessiert |
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Eliane Moderator/in

Anmeldungsdatum: 28.07.2005 Beiträge: 309
Wohnort: Rheinland-Pfalz
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Verfasst am: 24.06.2008, 18:16 • Titel: |
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