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Hartmut
Forum-Administrator
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Anmeldungsdatum: 07.04.2004
Beiträge: 5834


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BeitragVerfasst am: 31.07.2008, 06:07    Titel:

burki hat folgendes geschrieben:
Bildberichte aus der alten Zeit haben etwas Besonderes und es macht Spaß deine Erinnerungen nach zu erleben.


Dann hole ich eine weitere Fortsetzung aus der Versenkung hervor!

_________________
Hartmut

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Hartmut
Forum-Administrator
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Anmeldungsdatum: 07.04.2004
Beiträge: 5834
Wohnort: Böblingen

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BeitragVerfasst am: 31.07.2008, 06:09    Titel:

7. Fortsetzung

Unser letztes vor dem Urlaub geplante Ausflugsziel lag östlich von Porec. Wir wollten als Höhepunkt einen Tag im Nationalpark Plitvicer Seen verbringen.

Uns war von Anfang an klar, dass wir 300 Kilometer über Küsten- und Landstraße zu bewältigen hätten. Aus den bisherigen Erfahrungen planten wir für die Fahrt eher 5 als 4 Stunden Fahrzeit ein.

Entsprechend früh musste es losgehen. Als ich 6:00 Uhr als Abfahrtszeit vorschlug, waren meine Begleiterinnen nicht erfreut, sahen die Notwendigkeit jedoch ein. Die Fahrt sollte sich lohnen und vor Ort wollten wir auch Zeit zum Verweilen haben.

Der Ausflugstag kam, der BMW war am Tag zuvor vollgetankt worden. Am Morgen des Ausflugtages ging es mir gar nicht gut. Hatte ich am Vortag etwas Falsches gegessen? Auf alle Fälle spielten meine Gedärme verrückt. Meine Mitreisenden waren jedoch alle munter und dann brachen wir wirklich gegen 6:00 Uhr auf.

Ohne Autobahnen oder Schnellstraßen mussten wir erst einmal quer über die Halbinsel Istrien und erreichten bei Plomin wieder istrische Adriaküste. Auf der doch recht kurvigen Küstenstraße kamen wir vorerst gut voran. Allerdings kosteten die Ortsdurchfahrten von Lovran und Opatija viel Zeit. Es staute sich regelmäßig, da viele Fußgänger die Straße querten. Bei dieser verhaltenen Fahrt sahen wir, dass hier einst fürstliche Hotels errichtet wurden.

Anschließend erreichten wir Rijeka und es ging relativ nah am Ufer entlang. Wir erblickten auch eine der großen Adriafähren im Hafen. Kurz nachdem wir Rijeka passiert hatten, sahen wir ein Erdöldepot und hinter dem Buchtzugang zur Bucht von Bakar den Verlauf der weiteren Küstenstraße.

Dass sich die Küstenstraße jedoch so lang um die Bucht zog, hätten wir trotz vorhandenem Kartenmaterial nicht gedacht. Weiter ging es auf der Küstenstraße die immer abenteuerlicher wurde. Es fehlten Leitplanken und einige Begrenzungssteine waren schon durch Unfälle nicht mehr vorhanden. Instinktiv drosselte man die Fahrgeschwindigkeit.

Nicht nur deswegen schien der Zeitplan kaum noch erfüllbar. Mein angeschlagener Magen-Darm-Trakt zwang mich zu einigen unfreiwilligen Stopps. Arzneimittel führten wir im Reisegepäck nicht mit uns.

Endlich erreichten wir Senj und konnten die Küstenstraße landeinwärts verlassen. Es ging in einem engen Tal ein paar Serpentinen aufwärts. Oben am Pass Vratnik angekommen bot sich dann ein gigantischer Ausblick über die Kvarner Bucht. Nach einem kurzen Ausblick ging es über Zuta Lokva und Otocac weiter bis nach Vrelo Korenicko. Die Landstraße war um einiges besser zu fahren als zuvor die Küstenstraße oder die Querverbindung über Pazin auf Istrien. Bei Vrelo Korenicko ging es dann auf einer Inlandsstraße nordwärts weiter. Sie war im Gegensatz zu allen anderen uns bekannten Straßen in einem Top Zustand und es dauerte nicht mehrlange bis zum südlichen Nationalparkplatz „Ulaz 2“ in Höhe der Hotels.

Der Zeiger auf der Uhr war inzwischen auf 12:00 Uhr gewandert. Sechs Stunden Fahrzeit waren mehr als genug!

Nun wurden erst einmal die Eintrittskarten erworben.

INFO: Unser gewählter Nationalparkzugang ist hier auf der Karte links zu sehen. In späteren Jahren sind wir immer über den für einen Besuch besser gelegenen Eingang Ulaz 1 in den Nationalpark. Es gäbe auch Zugangsmöglichkeiten aus dem freien Gelände. Allerdings finden im Nationalpark auch Kontrollen statt. Daher ist es ratsam den nicht gerade günstigen Eintritt aufzubringen.

Wenn man schon mal den weiten Weg gemacht hat, musste auch Zeit zum Anschauen bleiben. Somit war klar, dass wir nicht vor 16:00 Uhr wieder aufbrechen wollten. Wir vereinbarten, dass man sich um 16:30 wieder am Eingang treffen würde. Ich teilte den drei Damen mit, dass ich an dem Rundgang aus bekannten Gründen nicht teilnehmen würde.

Natürlich war mein Bewegungsradius eingeschränkt. Somit war an die Aufnahme toller Fotos nicht zu denken. Was ich dort fotografiert habe ist somit nichts Besonderes.
Siebenschläfer:

Miniaturdorf:

Als Entschädigung entgangener Wasserfälle erhielt ich nach dem Urlaub dieses Foto als Entschädigung.


Inzwischen fühlte ich mich wieder etwas wohler. Außer Coca Cola hatte ich auch nichts zu mir genommen.

Kurz vor 17:00 Uhr saßen wir dann wieder im Auto und planten unterwegs einen Stopp zum Abendessen.
Wir fuhren die Strecke der Hinfahrt retour. Auf der Küstenstraße angekommen, fand ich sie nicht mehr so anstrengend. Lag es an meiner gesundheitlichen Besserung oder gab es einen anderen Grund? Vielleicht war es ja auch das Fahren entlang der Bergseite, wissentlich das der Abgrund auf der anderen Straßenseite lag.

Irgendwo zwischen Senj und Crikvenica stoppte uns Vieren dann doch der Atem. Man sollte es nicht glauben, dass sich ein Zastava 500 auf der Küstenstraße getraut einen BMW zu überholen!

- stellvertretend hier ein anderes Fahrzeug der Klasse -

Wir sahen vor uns die nächste Kurve und die Knutschkugel neben uns. Bremse ich abrupt ab oder wie verhalte ich mich schoss es mir durch den Kopf. Zum Glück konnte der Zatava-Fahrzeugführer noch rechtzeitig wieder einscheren. Diese halsbrecherische Fahrweise untermotorisierter Fahrzeugführer war sehr erschütternd.

Auf alle Fälle kamen wir gut vorwärts. Mit der hereinbrechenden Dunkelheit wurden die Straßen leerer und es ging immer schneller voran.

Kurz vor dem Ende der Ortsdurchfahrt von Pazin blitzte es. Oh weia! Jetzt haben sie mich erwischt, dachte ich! Etwas später kam auch schon die Kelle und ich fuhr brav rechts ran. Ich war etwa 20 km zu schnell. Vor mir wurde mal wieder ein Einheimischer zur Kasse gebeten. Danach kam einer der Herren auf uns zu und schaute auf unser Kennzeichen „GT-X 1“. Also ein Urlauber! Mal sehen was passiert.

Er kam zum Fenster! Ich hatte meine Papiere schon in der Hand, als er mir mit der Hand andeutete weiter zufahren. Ich konnte es nicht glauben, aber ich fuhr los.

Wir hatten es kurz vor 21:00 Uhr als wir Porec erreichten. Die Rückfahrt hatte nur noch 4 Stunden gedauert und somit waren wir früh genug um noch zum Abendessen in der Villa Arlen einkehren zu können. Während dem Abend erzählten mit meine Begleiterinnen von ihren Eindrücken im Nationalpark und ich wusste was ich verpasst hatte.

Für mich stand fest, dass es bald wieder dorthin gehen sollte.

_________________
Hartmut

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Hartmut
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Anmeldungsdatum: 07.04.2004
Beiträge: 5834
Wohnort: Böblingen

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BeitragVerfasst am: 02.08.2008, 10:43    Titel:

Finale

Wir hatten unsere geplanten Ausflüge in alle drei Himmelsrichtungen unternommen, denn im Westen lag schließlich das weite Adriatische Meer.

Mit der Urlaubsanlage hatten wir ein gutes und zentral gelegenes Quartier gebucht und Leib und Seele ging es auch gut.

Irgendwann fingen wir an darüber nachzudenken, es den Gewinnen der Donnerstagsveranstaltung im Hotel Luna gleich zu tun und nach Venedig zu fahren. So nebenbei erwähnte ich, dass ich in den Jahren 1976 und 1979 schon mit Jugendgruppen in Venedig war und das Zentrum kenne.

Die Gespräche vertieften sich und bei einem Altstadtbummel ging es dann in das Touristikbüro.
Man bot uns zwei Reisemöglichkeiten an. Wir konnten morgens gegen 6:30 Uhr mit der Ausflugsschiff MS Osijek oder gegen 8:00 Uhr mit dem Kreuzfahrtschiff MS Ambasador nach Venedig aufbrechen.

Das Ticket mit der Osijek war etwas günstiger, jedoch versprach das Angebot mit der MS Ambasador mehr. Die Besichtigungstouren hörten sich für beide Varianten gleich an. Wir beschlossen mit der MS Ambasador Venedig anzulaufen.

Somit fand auch noch ein Ausflug in Richtung Westen statt.

Die MS Ambasador lag am Kai vor dem Hotel Riviera.


Obwohl bereits am gleichen Tag auch die MS Osijek nach Venedig fuhr, füllte sich auch die MS Ambasador. Pünktlich nahm das Schiff seine 4-stündige Fahrt auf. Obwohl die Adria ruhigen Seegang hatte, klagten meine Begleiterinnen über Unwohlsein. Runter vom Schiff ging es nicht mehr, sondern nur noch treppabwärts unter Deck. In einer Couchecke verbrachten wir dann fast die ganze Überfahrt.


Während der Fahrt wurde uns das Ausflugsprogramm vorgestellt.
Nach dem Anlegen sollte man sich zu den Führern begeben. Während einem Stadtrundgang sollte eine Glasbläserei besichtigt und mit dem Vaporetto gefahren werden, sowie sich eine Gelegenheit zum Essen (nicht inklusiv) ergeben. Dieses Programm war nichts für uns, denn ich hatte meinen drei Damen zuvor mit großer Klappe versprochen ihr Reiseleiter zu sein. Die Abfahrt war auf 16:30 Uhr terminiert.

Kurz vor unserer Ankunft in der Lagunenstadt gingen wir wieder an Deck und sahen beim Einlaufen am Kai die MS Osijek liegen.


Wir verließen das Schiff ohne auf die anderen Reisenden Acht zu geben.

Zuerst führte uns der Weg entlang dem Kai zum Blick hinüber zur Seufzerbrücke.


Danach kehrten wir um und wir erreichten den Markusplatz als die restliche Reisegruppe im Markusdom verschwand.

Vor uns lag der Dogenpalast.


Gegenüber war ein Lokal mit etlichen Sitzplätzen. Dort Platz zu nehmen wäre für uns sehr teuer geworden. Preislisten im Aushang gab es dort nicht. Der Urlauber hatte das zu Bezahlen, was man dort mit überhöhten Preisen servierte.

Es dauerte nicht lange und wir hörten von anderen Touristen, dass die Cola und ein Bier dort ein kleines Vermögen kosten sollten. Folglich bewegten wir uns weiter und besichtigten den freien Teil der Markuskirche.