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Franto Beliebter Stammgast

Anmeldungsdatum: 27.03.2006 Beiträge: 766
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Verfasst am: 15.07.2008, 10:03 • Titel: |
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| claus-juergen hat folgendes geschrieben: |
vignetten sind immer ungerecht, weil nicht die gefahrene strecke, sondern eine pauschale zu zahlen ist.
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Bau und Erhaltung der Autobahnen sind zu 95 Prozent Fixkosten, fallen also für den Erhalter an ganz gleich ob jemand darauf nur ein Mal fährt oder dauernd. Der Winterräumdienst muss auch im Sommer "bereit gehalten werden, z.B. Die brühmte Omi die nur am Sonntag auf der Autobahn dahin gurkt nutzt eben diese Straße genau so wie der berüchtigte Vielfahrer. Warum weicht denn die Omi oder der (speziell: Transit-)Tourist nicht auf die mautfreien Bundes- und Landesstraßen aus? Ach so, bewuemer und sicherer ist's. (=Komfort).
Seit die einzelnen Staaten den Bau und die Erhaltung der Autobahnen und Schnellstraßen nicht mehr aus allgemeinen Steuermitteln bzw. zweckgebundenen Abgaben wie Zuschlägen zur MÖSt finanzieren, die Schuldenberge aus dem vergangenen Bau in eigene Gesellschaften ausgegliedert haben (Erreichung ders Maastricht-Kriterien zur Staatsschuldenberechnung) mussten eben neuen Finanzierungsformen gefunden werden.
In Slowenien, wo erst in den vergangenen 16 Jahren mit einem verstärkten Autoibahnausbau begonnen wurde, noch dazu diese Autobahnen zu einem überproportional hohen Anteil von Ausländern (die keine inländische Kfz-Steuer oder andere Steuern bezahlen!) genutzt werden, ist man aus einem anderen Grunde zur Vignette übergegangen: Jetzt müssen diese auch jene slowenischen Nutzer bezahlen, die bei der bisherigen, von der Fahrleistung abhängigen Bemautung davon gekommen sind: Denn aus politischen Gründen waren bisher um die größeren Städte/Ballungen die Mautstellen erst in ~20 km Entfernung eingerichtet. Dazu kommt, dass bei immer kürzeren Distanzen von Zu- und Abfahrten der administrative Aufwand bei der Bemautung - 8760 Stunden im Jahr Besetzung der Maustellen - überproportional gestiegen ist und weiter wäre.
(Das war u.A. auch in Östereich das Motiv zur Einführung der Fixkosten-Vignettte. Denn hier gibt es häufig sogar in nur 5, 7 km Abstand Zu- und Auffahrten auf die Autobahn. Im Gegensatz etwa zu Italien, wo häufig 20 und mehr km dazwischen liegen und die Autobahnen schon von Beginn an als Mautstrecken errichtet wurden und werden). |
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Fred Moderator/in

Anmeldungsdatum: 08.02.2004 Beiträge: 5025
Wohnort: Bodenseekreis
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Verfasst am: 15.07.2008, 10:30 • Titel: |
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| Franto hat folgendes geschrieben: |
In Slowenien, wo erst in den vergangenen 16 Jahren mit einem verstärkten Autobahnausbau begonnen wurde, noch dazu diese Autobahnen zu einem überproportional hohen Anteil von Ausländern (die keine inländische Kfz-Steuer oder andere Steuern bezahlen!) genutzt werden, ist man aus einem anderen Grunde zur Vignette übergegangen. |
Dagegen ist prinzipiell auch nichts einzuwenden.
Jedoch sollte der Fairness halber eine Kurzzeitvignette eingeführt werden. _________________ Gruß Fred
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Wari Neues Forum-Mitglied

Anmeldungsdatum: 15.07.2008 Beiträge: 1
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Verfasst am: 15.07.2008, 13:17 • Titel: |
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Noch ein paar ergänzende Informationen zu Franto's Beitrag:
Slowenien erhält für Infrastrukturmaßnahmen (also auch Straßenbau) 4,1 Mrd EUR EU-Geld im Zeitraum 2007 bis 2013. Wir zahlen also bereits ganz schön kräftig für die slowenischen Straßen.
Eine Vignette ist für einen Ministaat doch ziemlich unfair für Nicht-Slowenen. Slowenien ist ja nur etwa ein Viertel so groß wie Österreich.
Wir Istrien- und Kroatien-Fans profitieren ab nächstem Jahr mit der Halbjahres-Vignette, bei 3-maliger Durchfahrt ist es dann ja billiger als bisher.
Fazit: Slowenien kann uns die Kroatien-Freude nicht verderben.
Viele Grüße,
Walter |
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Franto Beliebter Stammgast

Anmeldungsdatum: 27.03.2006 Beiträge: 766
Wohnort: A 1130
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Verfasst am: 16.07.2008, 11:03 • Titel: |
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| Wari hat folgendes geschrieben: |
| Slowenien erhält für Infrastrukturmaßnahmen (also auch Straßenbau) 4,1 Mrd EUR EU-Geld im Zeitraum 2007 bis 2013. Wir zahlen also bereits ganz schön kräftig für die slowenischen Straßen. |
Falsche Bahauptungen werden auch durch Wiederholung nicht richtiger. Von dem EU-Geld geht nichts in den Autobahnbau, sondern soweit es Verkehrswege betrifft, primär in den Eisenbahnausbau (EU Korridore V und X). "Wir" - gemeint wohl die Deutschen - zahlen auch nur deshalb im Wege der EU mit weil ein Deutscher, der Herr Verheugen, vor dem Beitritt Sloweniens zur EU denen versprochen hatte, sie blieben bis mindestens 2013 Nettoempfänger - obwohl ihr BIP bereits über den 75 % des "neuen" EU-Duchschnmitts liegt und sie von Beginn an - wie übrigens 1995 die Österreicher! - Nettozahler gewesen wären.. Dass die Slowenen da zugreifen., wenn die deutschen PolitikerInnen eh immer die große Klappe und Spendierhose an haben- kein Vorwurf.
| Zitat: |
| Eine Vignette ist für einen Ministaat doch ziemlich unfair für Nicht-Slowenen. Slowenien ist ja nur etwa ein Viertel so groß wie Österreich. |
Warum soll ausgerechnet der "Ministaat" mit seinen 2 Millionen Einwohnern für die Dutzende Millionen durchfahrenden "reichen" Ausländer mehr oder weniger kostenlos die Infrastruktur "zur Verfügung" stellen? Denn genau diese Transit-Fahrer sind es, die den großzügen und sauteuren Autobahnbau verursachen - nicht die Einheimischen. Oder wer staute denn überall? |
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