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RainEngel
Stammgast
Stammgast


Anmeldungsdatum: 11.06.2007
Beiträge: 158


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BeitragVerfasst am: 16.07.2008, 10:39    Titel: Kroatien statt Mallorca

Bericht der Welt am Sonntag vom vergangenen Wochenende

Ferienimmobilien an der Adria sind vergleichsweise günstig. Und so siedeln sich immer mehr Bundesbürger an
Von den Karsthügeln im Hinterland der Küste trägt der böige Fallwind Bura den Duft von Oleander und Zistrosen herüber. In einem glutroten Feuerball versinkt die Sonne über der spiegelglatten Adria. Urlaubsstimmung pur auf einer der 1246 kroatischen Inseln. Mit diesem Flair lockt das Land seit dem Ende des Unabhängigkeitskrieges 1995 Jahr für Jahr mehr Gäste an. Über zehn Millionen Urlauber waren es 2007. Etwa jeder fünfte von ihnen kam aus Deutschland. Und immer mehr Besucher sind so fasziniert von den romantischen Küsten und den wilden Gebirgsregionen im Inneren, dass sie eine Ferienimmobilie erwerben wollen.

Die Nachfrage ist inzwischen so groß, dass die Preise deutlich anziehen. "Um rund zehn Prozent sind die Immobilienwerte von Ende März 2007 bis Anfang April dieses Jahres gestiegen", berichtet Michael Grimm, Geschäftsführer bei Engel & Völkers in Kroatien. Der Trend werde weiter anhalten, glaubt Pamela Premm vom Internet-Ferienhausvermittler Fewo-direkt.de. "Auch in den kommenden Jahren sind Wertzuwächse von zehn bis zwölf Prozent pro Jahr zu erwarten."

Denn im Vergleich zu anderen Mittelmeerländern sind die Immobilienpreise in Kroatien nach wie vor günstig. Im Hinterland gibt es in kleinen Dörfern noch immer Ferienhäuser für 100 000 Euro. Deutlich teurer sind Objekte in bevorzugten Küstenlagen. "Der Durchschnittspreis für ein familienfreundliches Natursteinhaus mit 100 Quadratmeter Nutzfläche beträgt 210 000 Euro", berichtet Expertin Premm. Wer sich mit einer Eigentumswohnung zufrieden zeigt, kommt selbst in Küstennähe noch immer für vergleichsweise wenig Geld zu einem Zweitwohnsitz. "Auf der beliebten Urlaubsinsel Rab betragen die Durchschnittspreise für Apartments mit Meerblick und mittlerer Ausstattung derzeit rund 2000 Euro pro Quadratmeter", weiß der Engel-&-Völkers-Experte.

Neben Deutschen und Österreichern sind vor allem Italiener auf der Suche nach einem Zweitdomizil im Land. "Weil Ferienimmobilien in Kroatien noch immer deutlich billiger sind als in Italien, erwerben viele Käufer ihr Urlaubsdomizil im Nachbarland", erläutert Grimm. Ein Blick auf die Preise an den italienischen Küsten zeigt, warum immer mehr Familien auf der Apenninhalbinsel ihren Blick zur anderen Seite der Adria wenden: Unter 300 000 Euro gibt es in Italien in guten Lagen kaum ein kleines, bezugsfertiges Apartment.

Der Aufschwung in Kroatien werde noch viele Jahre anhalten, glaubt Grimm. "Das Potenzial im Land lässt sich mit dem spanischen Ferienimmobilienmarkt vor rund 20 Jahren vergleichen." Dies hätten auch russische Kapitalanleger erkannt, die in jüngster Zeit verstärkt in den Markt einstiegen, sagt der Geschäftsführer. Einige Oligarchen, so berichten kroatische Zeitungen, hätten in den vergangenen Monaten auf der Halbinsel Istrien bereits im großen Stil verlassene Gehöfte und sogar ganze leer stehende Dörfer aufgekauft, um sie zu restaurieren. Die Investoren erhoffen sich solide Wertsteigerungen durch den für 2010 geplanten EU-Beitritt Kroatiens. Wie groß das Interesse der russischen Milliardäre ist, zeigt die neue direkte Flugverbindung, die zwischen Moskau und Pula, der mit rund 60 000 Einwohnern größten Stadt Istriens, eingerichtet wurde.

Selbst in den USA blicken vermögende Kapitalanleger auf die Adria-Republik: Prodamsam, ein auf Ferienimmobilien spezialisierter Internetmakler in New York, hat jüngst Objekte aus dem Balkanland in sein Angebot aufgenommen. "Auf der ganzen Welt gibt es inzwischen eine hohe Nachfrage nach Immobilien in Kroatien", sagt der für die Region zuständige Prodamsam-Manager Salko Krijestorac. Denn in Kroatien kommen längst nicht nur Sonnenanbeter auf ihre Kosten. "Die Küste mit ihren vielen Buchten und vorgelegenen Inseln locken Nautiker und Tauchurlauber aus ganz Europa", sagt Grimm. In den Gebirgsregionen tummeln sich Wanderer und Bergsteiger.

Deutsche Staatsbürger können ohne größere Probleme Immobilien in Kroatien erwerben. Sie müssen vor dem Kauf allerdings die Zustimmung des auswärtigen Ministeriums in Zagreb einholen. Die Genehmigung wird auf Grundlage eines Abkommens auf Gegenseitigkeit zwischen Deutschland und Kroatien problemlos erteilt.

Erst nach der Genehmigung kann der Kaufvertrag notariell beglaubigt und ins Grundbuch eingetragen werden. Zuvor wird in der Regel bereits ein Vorvertrag geschlossen, bei dem zehn Prozent der Kaufsumme als Anzahlung fällig sind. Die Grunderwerbsteuer beträgt fünf Prozent des Kaufpreises, vorbehaltlich einer Schätzung des regionalen Steueramtes. Mit dieser Maßnahme will die Regierung Steuerausfälle durch Unterbriefungen verhindern. Beim Verkauf fallen keine Steuern an, es sei denn, die Immobilie wird vor Ablauf der dreijährigen Spekulationsfrist veräußert. In diesem Fall müssen 35 Prozent des Gewinns an den kroatischen Staat abgeführt werden.

Dies kann ich nur bestätigen. Im letzten Jahr lagen die Durchschnittspreise für den qm von neuen Appartements in Medulin, wo wir gekauft haben, zwischen 1.200 € und 1.300 € je nach Lage und Ausstattung. In diesem Jahr werden weitaus weniger Immobilien angeboten und der Preis liegt je qm zwischen 1.600 € und 1.800 €.

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Gruß

Rainer
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kroatienspezialist
Stammgast
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Anmeldungsdatum: 18.04.2007
Beiträge: 109


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BeitragVerfasst am: 16.07.2008, 11:04    Titel:

in dalmatien in meernähe ist nix unter 2000 euro den qm zu bekommen. das ist aber schon seit ca 2-3 jahren so.
die meisten die dort kaufen, kommen aus dem ostblock. frage mich, wie die das auf einmal können?
man darf auch nicht die steuern, die für ausländer anfallen unterschätzen.
die liegen jährlich bei ca 2500 kuna. dazu halt die normalen unterhaltskosten.
strom, wasser, müll ect. die auch gezahlt werden wenn man nicht dort ist.
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RainEngel
Stammgast
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Anmeldungsdatum: 11.06.2007
Beiträge: 158
Wohnort: Dietzenbach und Medulin

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BeitragVerfasst am: 16.07.2008, 11:15    Titel:

kroatienspezialist hat folgendes geschrieben:
man darf auch nicht die steuern, die für ausländer anfallen unterschätzen.
die liegen jährlich bei ca 2500 kuna jährlich. dazu halt die normalen unterhaltskosten.
strom, wasser, müll ect. die auch gezahlt werden wenn man nicht dort ist.


Natürlich, Nebenkosten fallen an, wobei diese nicht so strak ins Gewicht fallen (höchstens 30 Euro im Monat).

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Gruß

Rainer
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Fred
Moderator/in
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Anmeldungsdatum: 08.02.2004
Beiträge: 5025
Wohnort: Bodenseekreis

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BeitragVerfasst am: 16.07.2008, 11:17    Titel:

kroatienspezialist hat folgendes geschrieben:

die meisten die dort kaufen, kommen aus dem ostblock.

Wo ist das denn ??? Evil or Very Mad

_________________
Gruß Fred
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RainEngel
Stammgast
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Anmeldungsdatum: 11.06.2007
Beiträge: 158
Wohnort: Dietzenbach und Medulin

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BeitragVerfasst am: 16.07.2008, 13:26    Titel:

Hallo Fred,

wegen den Steuern; kannst Du sagen, wieviel da auf einen pro Jahr zukommen?

_________________
Gruß

Rainer
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