Filip Forum-Administrator

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Verfasst am: 15.11.2004, 16:13 • Titel: Vera's Reisebericht: Unser Kroatienurlaub mit dem Schiff |
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Ich stelle diesen tollen Reisebericht in Auftrag von Vera ein:
So, nun nach langem Zögern auch von mir ein kurzer Reisebericht:
Nachdem ich mit meinem Mädels eine Woche in Radstadt in Österreich war, kamen wir nach 8 Stunden Fahrt (ohne Stau!!!) am 21.08. gegen Mittag in der Marina Kornati in Biograd an, wo die anderen Mitsegler schon versammelt waren.
Nach kaum fünf Stunden konnten wir dann endlich unsere Bavaria 46 "SantaCruz" übernehmen. Da es aber nach dem Beladen des Bootes sehr nach Sturm und Gewitter aussah, war es leider nicht mehr möglich, den Hafen zu verlassen. So nutzten wir den Vorteil, die sehr sauberen und modernen sanitären Anlagen der Marina zu benutzen. Tatsächlich kam dann auch am Abend ein kräftiger Wind auf, der allerdings nach einer halben Stunde wieder abflaute, und es regnete auch ein paar Tröpfchen. Später haben wir uns sagen lassen, dass in Trogir zur gleichen Zeit eine heftige Bora wehte.
Am nächsten Morgen brachen wir dann nach dem Frühstück auf. Wir ließen Biograd schnell hinter uns, wobei besonders die Kinder sich darum rissen, das Ruder zu übernehmen und sich sonst wie nützlich zu machen.
Als erstes weiter draußen auf dem Meer ordnete der Skipper an, dass jetzt ausführlich Mann-über-Bord-Manöver geübt werden müssten. Jeder durfte mal ans Ruder und die anderen mussten den über Bord gegangen Mann (2 zusammengebundene Fender) retten. Nun ja, gut, dass es Fender waren, die Menschen hätten wohl zum Teil schwerste Kopfverletzungen davongetragen bzw. waren den Tod durch Ertrinken gestorben...
Nachdem die Fender dann wenigstens ein Dutzend Mal gerettet wurden, setzten wir die Segel und nahmen Kurs in Richtung Solta, wo wir über Nacht in der Ankerbucht bei Maslinica bleiben wollten. Oh weh, für uns Neulinge an Bord wurde es jetzt recht gewöhnungsbedürftig, bis auf Skipper und einen anderen "erfahrenen" Mitsegler wurde dem Rest der Mannschaft jetzt recht flau in der Magengegend und es wollte sich niemand mehr unter Deck begeben. Wir waren froh, am Abend endlich die Bucht zu erreichen, wo das Geschaukel dann endlich ein Ende nahm. Sollte das jetzt etwa so weitergehen? Na dann Mahlzeit...
Am nächsten Morgen nahmen wir nach dem Frühstück Kurs auf die Südküste von Brac , wo wir gegen Mittag mit Tikap und ihrer australischen Freundin Monica verabredet waren. Glücklicherweise schaukelte das Boot nicht mehr so stark, denn es wehte kaum Wind und so mussten wir ohne Segel fahren. Mein Magen war sehr dankbar dafür...
Pünktlich zur Mittagszeit kamen wir am "Zlatni Rat" an, wo wir schnell zwei heftig winkende Gestalten ausmachten. Da wir aber nicht an Land fahren konnten und die beiden Damen ihr Gepäck nebst Handy usw. nicht am Strand lassen wollten, wurde kurzerhand das "legendäre" Tretboot für 2 Stunden gemietet und die beiden Damen legten nach kurzer Zeit an unserem Boot an.
Während Tikap und ihre Freundin mit uns den von Bertram mitgebrachten Wein verkosteten, machte der Rest der Besatzung (besonders die Jugend) sich eine vergnügte Stunde auf dem Tretboot nebst Rutsche
Leider waren die zwei Stunden sehr schnell vorbei, und wir wollten ja noch weiter bis Brela , um dort unser Glück zu versuchen und im kleinen Stadthafen einen Platz für unsere doch recht große Jacht zu ergattern und dort Alex zu treffen, der mit seiner Familie dort Urlaub machte. Also machten wir uns auf und fuhren weiter. An der Spitze von Brac kam ein schöner Wind auf, so dass wir wieder die Segel setzen konnten und abends in Brela eintrafen. Ganz wider Erwarten war im Hafen noch ein Platz für uns frei und wir kamen gleich beim ersten
Versuch an die richtige Position.
In Brela angekommen, versuchten wir als erstes, die Handynummer von Alex zu finden, wozu wir das Internetcafe aufsuchen mussten, denn irgendjemand hatte die Nummer in seinen privaten Mails liegen und nicht notiert...
Auch das klappte und Alex wurde schnell kontaktiert. Da er gerade auf dem Weg zum Essen war, versprach er später zurückzurufen. Nun ja, das ging aufgrund falscher Rufnummernübermittlung erst mal gründlich daneben. Wir wurden dann im Hafen verzweifelt von ihm gesucht, aber leider kam er nicht auf die Idee, dass wir unter österreichischen Flagge segeln könnten. Dabei waren wir das einzige Segelboot im Hafen...
Derweil saßen wir dann gemütlich im "Volat" und ließen uns dort unter anderem eine riesige Fischplatte schmecken.
Den nächsten Morgen vertrödelten wir dann ganz gemütlich mit Duschen, Einkaufen und Cappuccino trinken im Hafen und machten uns Mittags auf die Suche nach Alex. Das Foto vom Haus hatten wir ja schon mal gesehen und die Bucht, in der es zu finden war, war auch bekannt. Prompt erreichten wir Alex auf seinem Balkon und nach wenigen Minuten kam er aufs Boot geschwommen, wo wir dann erst mal mit Bertrams Wein anstießen. Ein Teil der Crew vergnügte sich dann auf der Banane und am Abend beschlossen wir, in der nächsten Bucht zu ankern und uns mit Alex’ Schlauchboot an Land bringen zu lassen und dort noch gemeinsam essen zu gehen.
Am nächsten Morgen um 8 Uhr bekamen wir von Alex und seiner Roberta noch frisches Brot per Boot angeliefert und fuhren nach dem Frühstück weiter nach Pucisca auf Brac.
Leider reichte die Zeit nur für einen kurzen Bummel und einen Cappuccino, da wir am Nachmittag in Trogir eintreffen mussten, wo die Familie Klingenberg uns um 20 Uhr erwartete und uns zu einem Lamm-Essen eingeladen hatte.
Auch in der Marina Trogir war noch ein Liegeplatz für uns frei und so stand dem Festmahl nichts mehr im Wege. Zuvor besuchte uns noch Claudia und hatte den Transport ins 7 km entfernte Slatine schon perfekt organisiert.
Im Restaurant Domic in Slatine wurden wir bereits von der Familie Klingenberg (leider ohne Rudi, der in Deutschland arbeiten musste, dafür aber mit Oma und Opa) erwartet und trafen dort auch die Trogir-Urlauber Claudia, Markus, Rita, Anja und Andrea.
Wir wurden fürstlich mit riesigen Grillplatten bewirtet und es war ein sehr schöner Abend, der viel zu schnell vorüberging.
Am nächsten Tag machten wir uns dann auf, Trogir zu besichtigen. Zuerst gab es für alle ein großes Eis, und dann bummelten wir durch die malerischen Gassen der Altstadt und sahen uns das Ganze auch von oben an.
Für die Kinder gab es allerdings einen ganz anderen Anziehungspunkt...
Gegen Mittag segelten wir dann weiter, wieder Richtung Norden. Da am Nachmittag vom Festland und vom Meer her dunkle Wolken aufzogen, beschlossen wir frühzeitig, eine Ankerbucht aufzusuchen und dort den Tag gemütlich ausklingen zu lassen.
Allerdings verzogen sich die Wolken schnell wieder und es war nur etwas windig. Am nächsten Morgen war wieder herrlichstes Segelwetter und wir machten uns auf den Weg nach Biograd, denn dort mussten wir ja am Abend eintreffen.
Biograd kam auch schnell wieder in Sicht, und nach einem kleinen Stau an der Tankstelle konnten wir wieder am angestammten Liegeplatz festmachen.
Zum Abschluss gingen wir noch mal in einer kleinen Konoba lecker essen, bevor wir am nächsten Morgen unser Boot räumen mussten.
Um die große Reisewelle zu vermeiden, machten wir auf dem Rückweg noch an den Plitwitzer Seen Halt, um dann abends Richtung Heimat weiterzufahren. Leider erwies sich diese Idee auch nicht als allzu gut, denn es herrschte selbst am Abend um 22:00 Uhr noch sehr starker Verkehr mit langen Staus vor Zagreb und der Grenze nach Slowenien. Aber irgendwann sind wir dann doch wohlbehalten wieder in der Heimat angekommen und jetzt dürfen wir uns noch sehr lange auf den nächsten Urlaub freuen....
Von Vera _________________ Urlaubsangebote für Kroatien | Neue Beiträge im Kroatien Blog | Jetzt mitmachen beim virtuellen Reiseführer Projekt zu Kroatien | Englisches Kroatien Forum
Zuletzt bearbeitet von Filip am 20.11.2004, 14:26, insgesamt 4-mal bearbeitet |
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