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susanne Beliebter Stammgast

Anmeldungsdatum: 15.09.2004 Beiträge: 700
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Verfasst am: 26.02.2005, 08:20 • Titel: "Kurzgeschichten" |
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Hallo liebe "Schreiber".
Nun habt ihr auch die Möglichkeit, eure Gedanken und Erfahrungen -natürlich nur krotienbezogene- in einer etwas längeren Form - die, der Kurzgeschichte - zu Papier zu bringen.
Schreibt die Kommentare dazu bitte wieder in eine eingene Rubrik, damit das Lesevergnügen nicht darunter leidet.
Auf geht´s..... lieben Gruß, eure Susi _________________ "Entweder man lebt, oder ist konsequent"
http://www.lyrikcorner.ch/index.php?page=lyrik&autor=80 |
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susanne Beliebter Stammgast

Anmeldungsdatum: 15.09.2004 Beiträge: 700
Wohnort: 57234 anzhausen
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Verfasst am: 26.02.2005, 08:24 • Titel: |
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Hat das Meer Gefühle
Ich weiß nicht wie lange wir uns schon in jener schweigenden Konversation in unserer kleinen Lieblingsbucht, fernab vom „Kleinen Ballermann“, im Ortsteil Neriz befanden. Wir saßen einfach nur da, zeit- und raumvergessend und starrten über das tiefblaue, leicht gekräuselte Adria-Meer. Wir, das waren mein 10-jähriger Sohn Moritz und ich, seine Mutter.
Schon lange saßen wir am Ufer und hingen unseren Gedanken nach und es hatte den Anschein, dass wir uns auch unterhielten, ohne das wir redeten. Wir waren versönt und eins mit der Natur, als mich plötzlich die Fragen meines Sohnes zum philosophieren anregten...
„Sag Mutti, kann das Meer fühlen“?
Was bewegte den jungen Mann neben mir. Ich muss sagen, dass ich leicht überrascht war und nicht gleich antworten konnte. Diese Sprachlosigkeit jedoch wurde noch mein Vorteil, denn der Kleine sinierte weiter....
“Wenn ich ins Meer gehe, dann spüre ich es. Mal ganz sanft und mal haut es mich fast um. Ist es dann vielleicht einmal fröhlich und einmal zornig?“
Ich überlegte nun, dem Jungen etwas über die Gezeiten und die Winde zu sagen,...doch warum!? –War die kindliche Vorstellung nicht viel schöner, das dass Meer Gefühle hat. Seine Überlegungen gingen weiter....
“Mutti, hast du auch die vielen Farbunterschiede gesehen? Die Tage, die wir hier sind, hat das Meer mindestens schon drei Male die Farbe gewechselt. Heute war es schön tiefblau und hatte kleine „Zufriedenheitskrönchen“; gestern Morgen schaute es eher grün aus, da hat es mir Angst gemacht. Was meinst du Mutti,....ob das Meer gestern böse war,....weil so viele Leute an den Stränden waren und ihren Müll haben dort liegen lassen“?
Ich war überrascht, was der Junge sich für Gedanken machte und was er alles wahr nahm. Schließlich setzte er fort und meinte:
„Du, heute hat mich das Meer sogar an den Füßen gekitzelt, ich glaube es war sehr gut gelaunt“.
Ich sagte nur, ja mein Junge, ich habe es auch gespürt....das kitzeln – du hast recht, es war bestimmt gut gelaunt.
Ich nahm den Kleinen bei der Hand ,...wir schlenderten schweigsam in Richtung Wohnung und ich dachte im Stillen, wieder allen Erklärungen von Strömungen und Gezeiten: ...- Ja, das Meer hat Gefühle!
Und der Gedanke daran versöhnte mich tief...
(S.P. Aug. 2004)
 _________________ "Entweder man lebt, oder ist konsequent"
http://www.lyrikcorner.ch/index.php?page=lyrik&autor=80
Zuletzt bearbeitet von susanne am 13.03.2005, 17:29, insgesamt einmal bearbeitet |
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burki Forum-Administrator

Anmeldungsdatum: 24.03.2004 Beiträge: 10890
Wohnort: Baden-Württemberg
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Verfasst am: 02.03.2005, 12:50 • Titel: |
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Eine Kurzgeschichte, die keine wird
Also, für alle einmal, die so eine Geschichte schreiben wollen: „Dat is doch janz einfach“.
Ich nehme mir mal erstmal ein Stück Papier, ein weißes.
Dann kritzele ich mal ein paar Männchen, und denke mir, eine kroatische soll es auch noch werden. Immer diese verrückten Ansprüche, da muss man auch noch nachdenken was man schreiben soll.
Gut, denke, denke... denke ich mal an meinen letzen Urlaub zurück.
Da war doch diese verrückte Zeit im November, wo sie mich alle am 2. in die Adria zum Baden verschleppt und mich mit dem salzigen Wasser misshandelt haben. Nein, baden wollte ich wohl um diese Zeit nicht mehr.
So was von durchgeknallt, auf dem Weg zum Strand machten wir mal kurz eine Stippvisite zu dem Wein von Vermieters, was man wohl als Mundraub tituliert und sogar ausdrücklich erlaubt wurde.
Nein, darüber kann man nicht schreiben, das glaub ja eh keiner, im November baden in der Adria und noch dazu im Meerbusen von Porec, die, die das lesen zeigen mir wohl einen Vogel.
Nein schreib nix davon, wäre ja auch zu hart für die, die da zu Hause sitzen und nicht dabei waren.
Aber da war doch noch dieser Trip zu der verschollenen Stadt, die uns der Bruno offerierte. Nein, verschollen war sie ja nicht, nur etwas verlassen, weil die Geschichte ja dort noch aufgearbeitet werden muss, aber finster war es schon, dieses Örtchen.
Aber will denn jemand was lesen über eine verlassene Stadt?
Das kann keine Kurzgeschichte werden, eher was für Historiker, aber wie viele solcher gibt es schon hier im Forum?
Nein, das kann’s ja wohl nicht sein.
Oder sollte es doch lieber etwas Spannendes werden?
Der Trip zum Ucka, wo uns der Arsch auf Grundeis lag. Erst 18 % Steigung, dann nur eine Fahrbahn, dann keine Wendung mögli | | |