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Explosionsunglück in Pula 1946

 
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Huberlinger36
Häufiger Stammgast
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Anmeldungsdatum: 01.09.2005
Beiträge: 413


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BeitragVerfasst am: 08.06.2006, 22:35    Titel: Explosionsunglück in Pula 1946

Auf dem Marinefriedhof in Pula befindet sich eine Grabstätte von 26 Personen. Auf dem Grabstein steht ausser den 26 Namen:

Deceduti il 18 Agosto 1946 a Vergarolla

Bisher habe ich nicht viel herausbekommen, nur dass eventuell eine Seemine zwischen Badenden explodiert sei.

Kann jemand etwas Genaueres sagen?
MfG. Hberlinger36
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Lutz
Forum-Administrator
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Anmeldungsdatum: 01.06.2004
Beiträge: 3005
Wohnort: Rheinland-Pfalz

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BeitragVerfasst am: 08.06.2006, 22:46    Titel:

Würde mich auch interessieren - es ist ein sehr schöner Friedhof. Soweit ich weiss hat unser Forumsmitglieg Mato sich sehr für die Instandsetzung engagiert. Vielleicht weiss er etwas...
_________________
Lutz
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Arno
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Anmeldungsdatum: 07.06.2006
Beiträge: 17
Wohnort: Jenbach

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BeitragVerfasst am: 08.06.2006, 23:57    Titel:

hab was auf italienisch gefunden:

Ein terroristischer Anschlag der Fronte alla pineta in Pula - 65 Tote, 54 Verletzte

Italien und Jugoslawien stritten sich wohl um Pula nach dem 2. WK.

wer dem italienischen mächtig ist, bitte hier Seite 6

www.liberaliperlitalia.it/ get_file.phtml?name=ESODOFOIBE.pdf

mfg Arno
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Arno
Forum-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 07.06.2006
Beiträge: 17
Wohnort: Jenbach

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BeitragVerfasst am: 09.06.2006, 00:35    Titel:

Hab noch was:
http://www.istrianet.org/istria/history/ww2/1946_0818vergarola.htm

(Übersetzt mit Google)


Zweiter Weltkrieg und Nachmahd
Geschichte






Vergarola (Pola)
Fotografiert bei 2:15 P.M. am 18. August 1946


Gruben Explosion am Vergarola Strand, Pola
18. August 1946

Die Tatsachen (im Bau):

28 sehr große Tiefwassergruben, die 9 Tonnen Explosivstoffe enthalten, waren von den italienischen Faschisten im Wasser weg vom Vergarola Strand (Diagramm und toponomy) nahe der Pola Kleberfabrik gespeichert worden.

Formal entschärft durch die Italiener, bevor sie zurückzogen, blieben die Gruben in der Bucht. Um ungefähr 2 P.M., 18. August 1946, explodierten sie entweder durch Unfall oder wurden weg absichtlich von den Personen Unbekannt abgelehnt und eingestellt, dadurch sietöten sietöten 70 und verwunden über 100 Leuten (diese Zahlen sind unbestätigt und können ungenau sein). Die meisten Opfern waren Badegäste, die sich einen jährlichen Schwimmenfall gesorgt hatten, der „Scarioni“ genannt wurde.

Unter den Toten waren die folgenden Kinder:

Brandis, Alberto (3)
Berdini, Luciana (5)
Dinelli, Norina (6)
Giurina, Nadia (11)
Marchi, Silvana (5)
Maresi, Marina u. Graziella (3 u. 5), Schwestern
Muggia, Vitaliano (10)
Niccoli, Maria Luisa (12)
Ricato, Aurelio (10)
Rocco, Gianna u. Licia (5 u. Cool, Schwestern
Roici, Gianfranco u. Lucio (12 u. 15), Brüder
Succi, Carlo (6)
Vivoda, Sergio (Cool*
Zelesco, Edmondo (6)
*Lino Vivoda, sein Bruder, ist der Autor von L'Esodo da Pola, ED. Nuova Litoeffe (Castelvetro, 1989), das einzige erschienene Buch, zum des Gemetzels zurückzurufen

Augenzeugekonten:

Giuseppe (Bepi) Nider - Gedicht
Nachrichten Konten:

18. August 1996 - L'Arena di Pola
18. August 1996 - „Pola - La straghe di Serie B“, Il Giornale
29. August 2001 - „ein anni 55 dalla tragedia“, La Voce Del Popolo
20. August 2001 - „Ricordata le Vittime della strage di Vergarolla“, Il Piccoloflöte
18. August 2004 - „La ferita di Vergarolla“, La Voce Del Popolo
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Arno
Forum-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 07.06.2006
Beiträge: 17
Wohnort: Jenbach

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BeitragVerfasst am: 09.06.2006, 00:49    Titel:

Hier noch ein Bild dazu, wenn´s denn klappt


http://www.istrianet.org/istria/history/images/vergarola1.jpg
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Huberlinger36
Häufiger Stammgast
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Anmeldungsdatum: 01.09.2005
Beiträge: 413
Wohnort: Niedersachsen

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BeitragVerfasst am: 09.06.2006, 16:08    Titel:

Danke schon mal für die Hinweise!
Die Googelübersetzung ist sehr "frei". Minen wird mit Gruben (Bergwerke) übersetzt. Gemeint ist aber wohl die Waffe "Seeminen". Mit Tiefwassergruben düften somit Tiefwasserminen gemeint sein
So kommt doch schon viel Licht ins Dunkel. Danke!
MfG. Huberlinger36
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Arno
Forum-Mitglied
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Anmeldungsdatum: 07.06.2006
Beiträge: 17
Wohnort: Jenbach

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BeitragVerfasst am: 10.06.2006, 16:18    Titel:

Ja, genau, gelesen hab ich´s zwar aber den Hinweis dazu hab ich nicht mehr reingeschrieben Wink .

War schon zu spät zzz

mfg Arno Wink
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Franto
Beliebter Stammgast
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Anmeldungsdatum: 27.03.2006
Beiträge: 758
Wohnort: A 1130

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BeitragVerfasst am: 29.06.2006, 17:03    Titel:

Diese folgenschwere Explosion der nahe bei der früheren kuk Marineschwimmschule - angeblich ohne Zündmechanismen - eingesammelt gewesenen und gelagerten Tiefseeminen aus dem 2. Weltkrieg soll von der titoistischen Geheimpolizei (OZNA) verursacht worden sein. Diese soll die von den Alliierten demontierten Zündmechanismen wieder angebracht und damit die Explosion ausgelöst haben.

Zur Erklärung: Pola/Pula hatte seit kuk Zeiten eine italienische Bevölkerungsmehrheit und war zwischen September (?) 1945 und 1947 eine von den Angloamerikanern "bis zum Friedensvertrag mit Italien" besetzte und verwaltete Enklave, die wie ganz Istrien, Triest und Ostfriaul bis fast Udine von Tito-Jugoslawien als Siegerbeute beansprucht wurde.

Um der italienische Bevölkerungsmehrheit das Leben in Pola unerträglich zu machen unternahmen die Titoisten eine Politik der Nadelstiche, die schließlich nach dem Friedensvertrag der Alliiierten mit Italien im Jahre 1947 zum "Auszug" - so die euphemistische Umschreibung - von 42.000 Italienern aus Pola und Istrien nach Italien führte.

(West-)Istrien einschließlich Triest wurde 1947 in zwei Zonen geteilt, wobei eine "entmilitarisierte" Zone B von Jugoslawien verwaltet wurde und von knapp südlich Muggia (heutige Grenze I/SLO) bis zur Mirna reichte. Die Zone A, die Stadt Triest und ihre Umgebung, wurde bis 1954 als "Freies Territorium Triest" von den Angloamerikanern verwaltet und kam erst dann wieder voll an Italien zurück.

In 1954 erfolgte mit der Auflösung der Zone B und deren endgültiger Eingliederung in Jugoslawien auch die Grenzziehung zwischen Kroatien und Slowenien an der Dragonja, wie sie auch nach dem Zerfall des Tito-Staates heute als Staatsgrenze besteht. (Die Slowenen hätten nach dem Zerfall Jugoslawiens nach 1990 gerne ihre Grenze auf Kosten Kroatiens wieder südwärts bis zu Mirna ausgedehnt Wink )