Crikvenica Geschichte
Zum ersten Mal schriftlich erwähnt wird die Gegend um Crikvenica bereits im 3. Jahrhundert, wenn man der Nachbildung einer römischen Straßenkarte aus dieser Zeit glauben darf, die dort den Namen „Ad Turres“ verzeichnet. Das muss eine durchaus bedeutende städtische Siedlung der Römer gewesen sein, in der sich unter anderem eine Keramikmanufaktur befand, die einzigartige Amphoren herstellte, wie sie nirgends sonst produziert wurden.
Crikvenicas eigentlicher Name erscheint im Jahr 1412 zum ersten Mal auf einer Urkunde, die dokumentiert, dass Prinz Nikola Frankopan IV. dem Orden der Paulaner eine Kirche zum Geschenk machte, die heutige Kirche St. Maria-Magdalena, die an der Mündung des Flusses Dubracina liegt. Nach diesem Ereignis wurde der Ort auch benannt, denn „Crikvenica“ heißt übersetzt: „Kirchlein“. Die Paulaner-Mönche pflegten schrieben in der altkroatischen glagolitischen Schrift, sie heilten Krankheiten, richteten Schulen ein, zu deren Schülern die auch Juraj Julija Klovic gehörte, der später zu einem der bedeutendsten Miniaturenmaler seiner Zeit wurde.
Besonders aufregend ist die Geschichte Crikvenicas nicht. Die Menschen lebten dort als Fischer, Landwirte, Maurer oder Steinmetze relativ unbeirrt von den Kriegwirren der Jahrhunderte zwischen Venezianern, Österreichern, Napoleon und Italienern. Als dort wegen der schönen mediterranen Landschaft, den aus Sandanschwemmungen entstandenen feinen Sandstränden und der gesunden klimatischen Bedingen ein „Hygiene-Zentrum“ gegründet wurde, stieg die zum Kurort auf. 1888 wurde die erste Badeanstalt in Crikvenica eröffnet, die Stadt entwickelte sich zu einem unter den europäischen Adligen besonders beliebten Ferienorte, in dem eine Reihe von Parkanlagen, Landhäusern, und Luxushotels entstanden, die zum Teil auch heute noch genutzt werden. 1906 wurde die Stadt offiziell zum Luftkurort erklärt und zog daher auch viele Gesundheits-Touristen an.






